Die Hochschule der bildenden Künste (HBK) Essen wird die deutsche Hochschullandschaft um ein spezielles Karriere Center für Künstler*innen und Designer*innen bereichern. Gehören Carreer Center bzw. Career Services an technischen und allgemeinen Hochschulen schon fast zum Standard, so tun sich insbesondere Kunstakademien und Hochschulen für Kunst sehr schwer damit. Die HBK Essen versteht sich als einer der Vorreiter, dieser dringlich zu schließenden Lücke mit einem neuen Konzept zu begegnen, um insbesondere auch die Berührungsschwierigkeiten zwischen den möglichen Partnern zu überwinden und neue Chancen der Zuammenarbeit zu eröffnen, – vorurteilsfrei und mit Fokus auf Kompetenzen, nicht auf Rollenbildern. Dr. Stefanie Lucci wird den Aufbau leiten. Sie bringt dabei ihr 30 jähriges Wissen und praktisches Arbeiten genau an der Schnittstelle von Kunst und Wirtschaft/Öffentlichkeit ein.
Neben ausgewählten Arbeiten zeigt Thorsten Kern auch die spektaluäre Rhein-Installation im Festsaal der Flora. Im Dachsalon überrascht der Fotograf mit eigens für die Ausstellung angefertigten Originalen. Erstmals montiert Kern seine Motive nicht direkt auf die Wände, sondern auf Trägerflächen im Bildformat. Bekannt wurde Thorsten Kern durch extrem langezogene, schmale Panoramaufnahmen. Dabei arbeitet Kern mit Bildformaten und Ausschnitten, die gekonnt das Sehen aushebeln und Freiraum schaffen, welche der Betrachter mit eigenen Vermutungen, Erinnerungen und Geschichten füllt. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen neue Werke aus den Metropolen der Welt.
Es ist soweit: Das von Stefanie Lucci konzipierte und umgesetzte neue Career Center an der Hochschule für bildende Künste HBK Essen ist startklar und bietet ab dem 10. Juni insgesamt 16 spannende Angebote in den Bereichen:
Zum 10jährigen Bestehen der renommierten Ehrung Die Nadel der Medici, die an Unternehmen und Institutionen für herausragegndes Engamement an der Schnittstelle von Kunst und Wirtschaft verliehen wird, hat in diesem Jahr der Anna-Maria-Luisa-de-Medici-Verein kein Bewerbungsverfahren ausgeschrieben, sondern die Jury gebeten, selbst die Kandidaten zu benennen. Die Ehrung findet im November auf der Art Düsseldorf statt.
Am 27.09. eröffnete die Ausstellung „Leidenschaft des Ausdrucks“ im Neußer Hafen. Organisiert und kuratiert von Ein-Blick-Kunst, einer neuen Agentur für Kunstevents, die von Künstlern selbst betrieben wird. In ihrer Eröffnungsrede beleuchtete Dr. Stefanie Lucci die Frage, was einen Künstler überhaupt zum Künstler macht und stellte die unterschiedlichen künstlerischen Handlungsstrategien der ausstellenden Künstler vor. Darunter: Objektemacher, Wortkünstler, Bildhauer, Fotografen und Maler. Der Neußer Bürgermeister Reiner Breuer, Schirmherr der Ausstellung, wie auch die zahlreichen Besucher waren von den Kunstwerken und der Location begeistert. Die teilnehmenden Künstler*innen Jan Einicke, Angela Engbrox, Rudolf Hürth, Martina Justus, Jens Knappe und Holger Schuster sind zu Gast im Atelier des Fotografen Alexei Bazdarev.
Mit der 3. „Night of Creativity Düsseldorf“ am Donnerstag, den 26. Oktober 2017, werden die Stadt Düsseldorf, der Marketing Club Düsseldorf sowie mehrere namhafte Unternehmen den Anspruch der Landeshauptstadt auf ihre Vorreiterrolle in Deutschlands Kreativwirtschaft untermauern.
Zu der Veranstaltung im Congress Center Düsseldorf (CCD) werden kreative Vorbilder, Querdenker und Freigeister eingeladen, die mit ihrer Arbeit neue, erfolgreiche Wege in unserer immer komplexer werdenden Welt gehen.
Neben den Paradebeispielen kreativer Spitzenleistungen werden der Marketing Club, die Düsseldorfer Marketing GmbH und die bekannteste Innovationscompany weltweit, nämlich 3M, eines der erfolgreichsten Unternehmungen der Kreativszene auszeichnen – mit dem Creative Marketing Award Düsseldorf.
Ein prominent zusammengestelltes CREATIVE COUNCIL soll an dem Selektionsprozess zur Short List beteiligt werden. Der Vorstand des Marketing Club hat folgende Protagonisten aus Kunst, Kultur, Wirtschaft und Werbung zusammengestellt:
Alain Bieber, NRW Forum Michael Becker, Tonhalle Dirk Bittermann, BBDO Tino Krause, Mediacom Dr. Stefanie Lucci, Art Affairs Christoph Pietsch, DDB Stephan Rahn, 3M Frank Schrader, DMT Dr. Juergen Schröder, McKinsey Fabio Ziemßen, METRO Dr. Stephan Langer, Bayer Vital Dirk Krüssenberg, Präsident Marketing Club Düsseldorf
Nachdem das von Dr. Lucci entwickelte Praxisseminar Art meets Business erfolgreich am CIAM Center for International Art Management Köln durchgeführt wurde, startet nun zum Wintersemester 2018/19 an der HBK Essen eine neue Runde. Ziel dieses Seminars ist es, Künstler*innen dazu zu befähigen, eigenständig Künstlerische Interventionen in Unternehmen, Vereinen, Institutionen und Öffentlichen Dienstleistern durchzuführen. Schwerpunkte sind: Organisationsentwicklung, Führung, Kommunikation und Personalentwicklung. Neben der Vermittlung von fundiertem Wissen über die Zusammenhänge von Wirtschaft, Gesellschaft und Kunst werden auch Praxisbeispiele Künstlerischer Interventionen unter die Lupe genommen und selber an Interventionen teilgenommen, um abschließend eigenständig Interventionen zu entwickeln und durchzuführen. Das Praxisseminar erstreckt sich über ein Jahr (WW19/29 und SS20). Die nächste Runde startet zum WS 20/21.
Die diesjährigen Preisträger der PwC-Förderpreises Junge Kunst aus der Akademie stehen fest. Donja Nasseri überzeugte die Experten-Jury mit ihrer multimedialen Installation „Buzkashi“, in der sie östliche und westliche Traditionen diskutiert. Die Südkoreanerin Eunsung Yang erhielt für ihre Installation „Schulhof“ aus über 600 Figurenstelen den Publikumspreis. Die Preisgelder belaufen sich auf insgesamt € 6.000.
Am Abend der Vernissage am 18. Mai feierten über 300 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Kultur die jungen KünstlerInnen. Die Ausstellung auf 600 qm zeigt die aktuellsten Werke der Studierenden und frisch geackenen Absolventen der Düsseldorfer Kunstakademie. Mit dabei waren außerdem die Preisträger 2016: Andrea Marcellier und Christoph Görke (Pwc-Förderpreis) sowie Dorothee Brings (Publikumspreis). Zu den nominnierten KünstlerInnen gehören auch Jonas Blum, Yixiao Cao, Xheni Cuni, Helen Fux, Edmée Laurin, Katrin Lüdorff, Milena Milosavljevic und Lara Rottinghaus. Zu sehen gab es einen bunten Mix aus Skulptur, Objekt, Installation, Video, Foto und Malerei.
Zur Jury gehörten dieses Jahr: Alain Bieber (Künstl. Direktor NRW-Forum), Dr. Stefanie Lucci, Petra Rinck (Petra Rinck Galerie), Carl Friedrich Schröer (eiskellerberg.tv) und Uwe Rittmann (Partner PwC).
Und neben guter Unterhaltung gab es natürlich jede Menge tolle Kunst!
Ausstellungsansicht. Im Vordergrund die Installation Schulhof von Eunsung Yang. Absolventin, Meisterschülerin von Prof. Johannes Schütz. Publikumspreisträgerin 2017. Im Hintergrund links Papierarbeiten von Helen Fux. Klasse Prof. Marcel Odenbach. Absolventin. Ganz hinten links hängend eine Installation von Yixiao Cao. Klasse Prof. Marcel Odenbach, Absoventin, Meisterschülerin.
Lara Rottinghaus, MG. Klasse Prof. Siegfried Anzinger.
In der Mitte Malereien auf Plexiglas von Lara Rottingaus. Klasse Prof. Siegfried Anzinger. Rechts Collagen von Dorothee Brings. Klasse Prof. Marcel Odenbach. Publikumspreisträgerin 2016.
Fotografien von Xheni Çuni. Klasse Prof. Marcel Odenbach.
Fotografien von Xheni Çuni. Klasse Prof. Marcel Odenbach.
Im Vordergrund Katrin Lüdorff. Klasse Prof. Herbert Brandl. Im Hintergrund eine mehrteilige multimediale Installation von Donja Nasseri. Klasse Prof. Gregor Schneider. PwC-Förderpreisträgerin 2017.
Videos von Edmée Laurin. Klasse Prof. Martin Gostner.
Fotografien von Yixiao Cao. Klasse Prof. Marcel Odenbach.
Fotografien von Xheni Çuni. Klasse Prof. Marcel Odenbach.
Installation von Andrea Marcellier (Klasse Prof. Gregor Schneider) und Christoph Görke (Prof. Franka Hörnschemeyer). PwC-Förderpreisträger 2016.
Installation von Milena Milosavljevic. Klasse Prof. Gregor Schneider.
Am Samstag, den 28. Juli, steht der Tag ganz im Zeichen der Selbstvermarktung von Künstler*innen. Wie erreiche ich die Öffentlichkeit? Wie komme ich an Galerien und Ausstellungsmöglichkeiten? Wie funktioniert Pressearbeit? Und was befördert meine Karriere als Künstler*in zusätzlich? Welche Alternativen zum etablierten Kunstmarkt gibt es? All diese Fragen und mehr werden praxisnah beantwortet. mehr
Aljoscha Lahner ist dieses Jahr Preisträger des PwC-Förderpreises Junge Kunst aus der Akademie. Der Preis, der mit 5.000 dotiert ist, wurde am Abend der Vernissage der korrespondierenden Ausstellung, welche die nominierten Künstler*innen vorstellt, am 12. Juli bekannt gegeben. Aljoscha Lahner überzeugte die Jury mit einer konsequenten Eroberung des Raumes. Seine begehbare Bodeninstallation 98,87 m² aus rotlackierten Spanplatten bespielt den Eingangsbereich des Gebäudes – einen Transitraum mit zahlreichen Auflagen und Einschränkungen – die er gekonnt umschiffte, um seine eigene Ästhetik zu implementieren. Konzeptuell angelegt, entfaltet die Installation eine fragile Dramaturgie, entwickelt sich aus der Fläche in den Raum durch Aufklappungen, Schichtungen und Leerstellen. Dabei zeigt Lahner auch den Mechanismus der Arbeit, in dem er ebenfalls die rohen Rückseiten der Platten inszeniert, so dass der Eindruck eines Bühnenbildes entsteht bzw. der Betrachter sich „backstage“ wähnt. Die Arbeit kondensiert gewissermaßen den Prozess, der Kreativität ausmacht, spielen, experimentieren und Bezugsrahmen wechseln. Darüber hinaus reflektiert Lahner mit dieser Installation Veränderungsprozesse, die sich innerhalb der Gesellschaft und ihrer Institutionen vollziehen. Fazit der Jury: eine starke Arbeit in einem schwierigen Raum.
Swinda Oelke erhielt den Publikumspreis, der mit 2.000 Euro dotiert ist. Sie begeisterte mit ihrer sich drehenden Helix. Oelkes Lichtinstallationen, wie auch ihre raumbezogenen Arbeiten, loten Orte völlig neu aus. Mittels Spiegeln und Lampen werden Architekturen neu vermessen und neu erlebbar gemacht, wobei Oelke das Immaterielle konstitutiv einsetzt und mittels Schatten und Reflexionen neue Räume projiziert, sowohl in Architekturen als auch im öffentlichen Raum. Dabei weisen die Spiegelinstallationen oftmals gegenständliche Bezüge auf und zitieren beispielsweise wie in der aktuellen Arbeit Helix die Makromoleküle unserer DNA Stränge.